Betriebsdichte Gem§ 32 NÖ BO

Betriebsdichte  Gem§32 NÖ BO
 
Sinn und Zweck der Betriebsdichtheitsmessung
 
Feuerstätten benötigen für den gefahrlosen und störungsfreien Betrieb eine ordnungsgemäße Ableitung der entstehenden Verbrennungsgase. Um diese zu gewährleisten und um ein Austreten von gefährlichen Verbrennungsgase entlang des Fangsystems zu vermeiden, müssen in regelmäßigen Abständen Fänge sowie fest verlegte Verbindungsstücke auf freien Querschnitt und auf ihre  Betriebsdichtheit überprüft werden. Zusätzlich kann bei groben Undichtheiten eine Brandgefahr entstehen.
 
Regelung
 
Die Prüfung zur Feststellung des freien Querschnitts und der Betriebsdichtheit des Fangsystems wird IM §14 Abs.3 des NÖ Feuerwehrgesetzes LGBI. 4400-8, und im §27 Abs.1 der NÖ Bauordnung 1996,LGBI.8200-20, vorgeschrieben. Für diese Prüfung ist die ÖNORM B8201 (Rauch-und Abgasfänge-Prüfung auf freien Querschnitt und auf Betriebsdichtheit) anzuwenden. Darin werden der Zeitpunkt, die Voraussetzungen und der Umfang der Prüfungen festgelegt.   
 
Demzufolge muss
 
·                    Nach Fertigstellung des Fanges
·                    Nach Neuanschluss oder Austausch einer Feuerstätte
·                    Nach Neuerrichtung einer Anschlussstelle oder einer Reinigungsöffnung
·                    Bei Gebrechensfall
·                    Nach Instandsetzung eines Fanges
 
eine Prüfung auf freien Querschnitt und Betriebsdichtheit erfolgen.
 
Prüfungsverfahren gemäß ÖNORM B8201
 
Bei einschaligen Fängen aus Ziegeln oder einschaligen Formstein erfolgt die Betriebsdichtheitsprüfung mittels Raucherzeugung. Bei mehrschaligen Fängen bzw. bei Sonderfängen erfolgt die Betriebsdichtheitsprüfung mittels Inspektionskamera oder 
 
folgender Messverfahren zur Hauptkehrung :
 
Unterdruckfang  alle 10.Jahre
 
Bei Feuerstätten, die im Unterdruck betrieben werden, ist die Betriebsdichte mittels Unterdruckmessung festzustellen. Dabei wird im Fang ein konstanter Überdruck von 40 Pa. erzeugt und  weiterer Folge der Volumenstrom, der zur Aufrechterhaltung des eingestellten Überdruckes erforderlich ist, ermittelt und dadurch die Leckrate bestimmt.
 
Überdruckfang  alle 5.jahre
 
Bei Feuerstätten, die im Überdruck betrieben werden(mit Gebläse), ist die Betriebsdichtheit mittels Überdruckmessung festzustellen. Dabei wird im Fang ein konstanter Überdruck von 200 Pa. Erzeugt und in weiterer Folge der Volumenstrom, der zur Aufrechterhaltung des eingestellten Überdruckes erforderlich ist, ermittelt und dadurch die Leckrate bestimmt.
 
Stadtausstellung / Gemeindeausstellung Österreich